• Medientyp: Buch
  • Titel: Kalte Heimat : die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945
  • Beteiligte: Kossert, Andreas [VerfasserIn]
  • Erschienen: München: Siedler, 2008
  • Ausgabe: 1. Aufl.
  • Umfang: 430 S.; Ill., graph. Darst., Kt; 22 cm
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783886808618
  • RVK-Notation: NQ 5990 : Ostvertreibung
  • Schlagwörter: Deutschland > Soziale Integration > Vertriebener > Geschichte 1945-1955
    Deutschland > Vertriebener > Integration > Geschichte
    Deutsche Ostgebiete > Vertreibung > Deutsche > Geschichte
  • Entstehung:
  • Anmerkungen: Literaturverz. S. 397 - [419]
  • Beschreibung: Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen mehr als 14 Millionen Menschen aus den deutschen Ostgebieten, der überwiegende Teil in die westlichen Besatzungszonen. In seinem Buch beschreibt der Autor eindrucksvoll die Erfahrungen derjenigen, die durch den Krieg entwurzelt wurden und immense Verluste erlitten haben, und fragt nach den materiellen und seelischen Folgen für die Vertrieben und deren Nachkommen. (S. Preisler)

    Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen mehr als 14 Millionen Menschen aus den deutschen Ostgebieten, der überwiegende Teil in die westlichen Besatzungszonen. Diejenigen, die Flucht und Vertreibung überlebt hatten, fühlten sich von ihren deutschen Landsleuten aber nicht aufgenommen, sondern ausgegrenzt. Während die einen schon alles verloren hatten, sahen sich die anderen nun dem gewaltigen Zustrom der Fremden ausgesetzt, der das soziale Gefüge Restdeutschlands auf den Kopf stellte. Vorurteile und der mit dem Lastenausgleich aufkommende Neid zogen einen tiefen Graben durch die deutsche Gesellschaft. Ohne die Vertriebenen, die mit Nichts begannen, hätte es jedoch ein Wirtschaftswunder nicht gegeben, sie waren ein wichtiger Motor der Modernisierung in der Bundesrepublik. So wurden sie zwar als Wähler heftig umworben und politisch von allen Seiten instrumentalisiert, zugleich aber mit ihren tiefen Traumatisierungen alleingelassen. Andreas Kossert hat die schwierige Ankunftsgeschichte der Vertriebenen umfassend erforscht und beleuchtet erstmals diesen blinden Fleck im Bewusstsein der deutschen Nachkriegsgeschichte. In seinem Buch beschreibt er eindrucksvoll die Erfahrungen derjenigen, die durch den Krieg entwurzelt wurden und immense Verluste erlitten haben, und fragt nach den materiellen und seelischen Folgen für die Vertrieben und deren Nachkommen. (Verlagstext) (S. Preisler)

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